Allgemein

Der richtige Sequenzer für dein Studio

Der richtige Sequenzer für dein Studio

Wächst ein Home-Studio heran, ist oft die Anschaffung eines Sequencers notwendig. Je nach Aufgabe kommen hier verschiedene Modelle, Größen, Arten und Preisklassen in Betracht. Von innovativen Konzepten und irren Möglichkeiten über lineare Step-Sequencer mit ein oder mehreren Spuren, ist für jeden Einsatzzweck etwas vernünftiges auf dem Markt zu finden. Mittlerweile gibt es selbst bei Thomann und Co. eine kleine Auswahl.

Wahre Sequencer-Schätze jedoch, findet man bei dedizierten Herstellern wie Intellijel und Modcan oder auch im Do-It Yourself Bereich (Midibox). Um den richtigen Sequencer für den eigenen Bedarf zu ermitteln, gilt es, sich im Vorfeld genau mit den Steuerungsmöglichkeiten auseinanderzusetzen. Hierbei stellen sich einige Fragen:

  • Was genau will ich steuern (Synthesizer, Drums, beides) ?
  • Auf welche Art will ich steuern (CV, Gate, Midi, evtl. beides) ?
  • Soll der Sequencer als Slave oder Master genutzt werden ?
  • Sollen die Sequenzen gespeichert werden oder nicht ?
  • Welches System nutze ich (Rack, 3U oder vielleicht 5U)

Da es sich anbietet einen Sequencer mit zusätzlichen Funktionen auszustatten, kommen viele Geräte als, nennen wir es, Hybride auf den Markt. D.h der Sequencer vereint weitere Funktionen wie Drummachine und/oder Sampler in sich. Auch wird er manchmal in ein komplettes Production System eingebettet.

Drummaschine/Sequencer

Drummachines wie die Roland TR-808, die EMU Sp 12, Linn Drum LM-1 und nicht zuletzt die Roland TR-909, verdanken Ihren Ruhm nicht nur den analogen Sounds, sonder auch charakteristischen Sequencern. Jene Grooves, werden auch heute noch per Software emuliert. So stehen z.B in Ableton (Grooves) viele dieser legendären „Verschiebungen“ im Millisekunden-Bereich für die eigenen Sequenzen zur Auswahl. Ganz beiläufig sei erwähnt, dass auch virtuelle Sequencer wie z.B das alte Notator (Atari) solch berühmte Grooves bieten.

Sampler/Sequencer

Sample-fähige Sequencer wie die AKAI MPC-60 und übrigens auch die EMU Sp 12 überzeugen zusätzlich mit knackigem Sound bei der groove-genauen Wiedergabe der Samples. Modernere Sequencer vereinen oft all diese Fähigkeiten in sich. Ein Beispiel: Die Dave Smith Tempest Drummachine ist eigentlich eine komplette Workstation und vereint all diese und weitere Extras (Effekte, Modulationen, uvm.) in einem Gerät.

Step-Sequencer

Hat man modulare Synthesizer, individuelle Drum Module (NeinOhNein, Mungo Enterprises,etc..) oder Filter die einfach nur gesteuert werden wollen, bietet sich in vielen Fällen eher ein reiner Sequencer an. Speziell im Bereich Synth und Modular, kann man noch unterscheiden, ob einfach nur ein Signal zum auslösen gesendet werden soll (Trigger/Gate) oder auch eine Tonhöhe in Form einer Steuerspannung mitgesendet werden soll (CV). Gate/Trigger Signale werden z.B für eine Bass Drum, Snare oder Hi Hats genutzt, eine Kombination aus Gate/CV wird z.B. beim ansteuern von Synthesizern genutzt.

Folgend habe ich eine Liste zusammengestellt, die einen Einblick in die Welt der Taktgeber und Steuerkünstler gibt.

MIDI Sequencer

Midi Sequencer nutzen zur Kommunikation das Midi-Protokoll und besitzen meist einen Midi-In/Out und Thru Port. Sie können also eine Midi-Clock (Zeitgeber) empfangen oder selbst eine Clock erzeugen und durch den Midi-Out nach außen geben. Zudem können verschiedene Spuren (zum Beispiel beim Doepfer MAQ16), auf verschiedenen Midi-Kanäle ausgegeben werden.

Doepfer MAQ 16/3 Midi-Sequencer

Analog Solutions Europa

Midibox v4 (DIY Projekt)

CV / Gate Sequencer

Sequencer die als Ausgangssignal ein Gate/Trigger oder CV Signal ausgeben, sind meist in modularen Systemen zuhause. Im 5U oder 3U Format, aber auch als Stand-Alone Versionen senden sie, oft im Lauflicht-Modus, taktgenaue Signale an Klangerzeuger aller Art. Das korrekte Tempo gibt man von einer externen Quelle per Clock-In an den Sequencer weiter. Nutzt man den Sequencer als Master, gibt er die Geschwindigkeit meist per Clock-Out nach außen weiter.

Doepfer Dark Time

Synthesizers.com Q960

Innovative und besondere Konzepte (Klee, Cyclics,etc..) findet man besonders im 3U Markt.

Intellijel Metropolis

MakeNoise Rene

Modcan Touch Sequencer

Was zahle ich für einen Sequencer?

Günstigere Sequencer sind ab ca. 350,- € zu haben. Hier lohnt es sich auch immer ein Auge auf den Gebrauchtmarkt bei Ebay und Co. zu haben. Sehr viele Sequencer liegen im Bereich um die 750,-€. Größere Modelle namhafter Hersteller modularer Systeme wie Moon Modular oder Synthesizers.com variieren zwischen 700 – 1500,- €. Nach oben sind die Preise natürlich offen :)

Generell kann man sagen, dass man so ab 500,- € schon mal einen Blick riskieren kann. Und wie gesagt…den Gebrauchtmarkt im Auge behalten.

 

Ich danke für eure Aufmerksamkeit und freue mich über Feedback. Neugierig bin ich übrigens auch..:)

Welche Sequencer nutzt Ihr? Plant Ihr eine Anschaffung oder habt Ihr eine Empfehlung?

admin

Mittwoch, 2. Juli 2014, 22:19 140433955310Wed, 02 Jul 2014 22:19:13 +0000

No Comments

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *